Hier schreibe ich - rund um Themen, die mir wie Karotten vor der Nase baumeln. Hauptsächlich Literatur, Nachhaltigkeit und Unternehmensethik [CSR].

Wednesday, October 29, 2008

Geht doch...

Was nun folgt ist polemisch, bedient sich ungeeigneter Vereinfachungen und ist überhaupt nicht objektiv. Ich weise rein vorsorglich darauf hin. Falls Sie einen ausgewogenen und gründlich recherchierten Artikel erwarten, dann lesen Sie bitte nicht weiter. Ich möchte Sie nicht enttäuschen. Was ich möchte, ist Mut machen – denn mir ist da etwas aufgefallen, das mir Hoffnung macht.

Es geht um ‚die da oben’. Ja, genau die. Die vielen namens- und gesichtslosen Mächtigen, die man nicht an der Käsetheke bei Rewe trifft und mit denen man noch nie ein Bierchen getrunken hat. Gemeint sind alle Menschen, die nach der eigenen subjektiven Empfindung mehr Macht, mehr Geld oder mehr Erfolg im Leben gehabt haben, als man selbst. Alle, auf die wir ‚hier unten’ gern mit dem Finger zeigen und Veränderungen einfordern: Politiker, Wirtschaftsbosse, Entscheider auf allen Ebenen der Gesellschaft.

Mir ist aufgefallen, dass diese Menschen tatsächlich sehr mächtig sind. Ich denke dabei an 1991, als Saddam Hussein in Kuwait einmarschierte und ‚die da oben’ sich äußerst flexibel und spontan zeigten. Innerhalb weniger Monate reagierten sie mit den Militäroperationen ‚Desert Shield’ und ‚Desert Storm’ um Kuwait – und damit die hochgeschätzten Ölvorkommen dort – zu befreien.

Ich denke außerdem an die aktuelle Finanzkrise. Auch hier haben die Mächtigen schnell reagiert, tagten stundenlang am Wochenende und nächtens (zusätzlich zu ihrer sonstigen Arbeit) und haben in kürzester Zeit ein Notpaket geschnürt, um Schlimmeres zu verhindern.

Kann man beides nicht vergleichen, ich weiß. Aber im Angesicht solcher Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit der Mächtigen bin geneigt, mich Claudia Langner anzuschließen (http://www.utopia.de/wissen/bildungsluecken/claudia-langer-wir-brauchen-einen-green-new-deal). Die beiden Beispiele zeigen doch deutlich, zu was die Mächtigen dieser Welt fähig sind. Sie haben es für Öl getan und für Geld. Dann geht es doch sicher auch für Menschen und die Umwelt. Wenn man sich mit der gleichen Entschlusskraft an die aktuellen ökologischen Herausforderungen setzen würde, der Klimawandel wäre ein Kinderspiel. Also mir macht das Mut, Ihnen nicht?

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Saturday, June 28, 2008

Wiener Appell - Demokratisierung der EU

Im Nachgang zu meinem letzten Artikel hier bin ich auf den Wiener Appell aufmerksam geworden. Ziel der Initiative ist es, die EU-Bürgerschaft zu mobilisieren und möglichst viele Willensbekundungen von EU-Bürgern zu sammeln, um sich damit in Brüssel für eine Demokratisierung der Europäischen Union einsetzen zu können.

Nun ist der Zweck meines Blogs nicht, für politische Initiativen zu werben - zumal ich persönlich die Politik nicht als meine bevorzugte Handlungsebene ansehe. Politisch sitze ich da zwischen einigen Stühlen und halte es noch am ehesten mit Götz Werner, der einmal sinngemäß in Hannover sagte, wir sollten nicht von den Politikern die zukunftsweisenden und nachhaltigen Antworten auf die Herausforderungen unserer Tage erwarten, sondern uns unser eigenes Bild machen und dann unseren Volksvertretern mitteilen, wie wir uns unsere Gesellschaft vorstellen, damit sie es entsprechend umsetzen können.

Ich bin also sehr dafür, die Menschen selbst zu fragen was sie wollen. Auch wenn es um die zukünftige Gestaltung Europas geht. Und deswegen auch hier der Hinweis auf den Wiener Appell - allerdings verknüpft mit der Bitte, wirklich gründlich die Texte zu lesen bevor ihr etwa die Willenserklärung unterschreibt.

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